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Nicht jede Tageslichtröhre ist gleich: Worauf sollten Sie wirklich achten?

Wer nach einer Tageslichtröhre, einem Lichttunnel oder einem Tageslichtsystem sucht, stellt schnell fest, dass das Angebot groß ist. 

Auf den ersten Blick ähneln sich viele Systeme stark. Schließlich leiten sie alle natürliches Tageslicht über das Dach in einen fensterlosen Raum.

Unsere Praxiserfahrung zeigt jedoch ein anderes Bild.

Techcomlight ist seit mehr als 30 Jahren auf Tageslichtsysteme spezialisiert. In dieser Zeit haben wir Tausende Projekte in Wohngebäuden, im Gewerbe- und Industriebau, in landwirtschaftlichen Gebäuden sowie bei Infrastrukturprojekten in den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Deutschland, Polen, England und Irland realisiert.

In diesen Jahren haben wir zahlreiche Technologien entstehen, sich weiterentwickeln und teilweise wieder verschwinden sehen. Materialien haben sich verändert, Produktionsverfahren wurden verbessert und die Anforderungen im Bauwesen sind stetig gestiegen. Was vor dreißig Jahren eine gute Lösung war, muss heute nicht mehr dem aktuellen Stand entsprechen.

Deshalb sind wir überzeugt, dass eine Tageslichtröhre nicht ausschließlich nach dem Preis oder dem Durchmesser der Lichtkuppel beurteilt werden sollte.

Eine Tageslichtröhre besteht aus weit mehr als nur einer Kuppel und einem Rohr

Viele Menschen vergleichen Tageslichtröhren anhand ihres Durchmessers oder der maximalen Lichtausbeute. Das ist nachvollziehbar, bildet jedoch nur einen kleinen Teil der Gesamtleistung ab.

Ein vollständiges Tageslichtsystem besteht aus zahlreichen Komponenten. Erst ihr Zusammenspiel bestimmt, wie viel Tageslicht tatsächlich in den Raum gelangt, wie gut das System gedämmt ist, wie lange es hält und wie einfach es zukünftig gewartet werden kann.

Dazu gehören beispielsweise:

·  die Form der Lichtkuppel;

·  ein möglicher Reflektor in der Kuppel;

·  die Qualität des hochreflektierenden Lichtrohrs;

·  die Lichtdurchlässigkeit der Deckenplatte beziehungsweise des Diffusors;

·  die Dachdurchführung;

·  die Dämmung rund um das Rohr;

·  der luftdichte Anschluss;

·  die Verfügbarkeit von Ersatzteilen;

·  die Garantie;

·  die Nachhaltigkeit der eingesetzten Materialien.

Gerade diese Komponenten entscheiden häufig darüber, ob ein System über viele Jahre störungsfrei funktioniert oder ob später Wartungsarbeiten beziehungsweise ein Austausch erforderlich werden.

Praxiserfahrung ist mindestens ebenso wichtig wie Laborwerte

In mehr als dreißig Jahren haben wir mit unterschiedlichen Materialien, Fertigungsverfahren und Konstruktionen gearbeitet.

Einige Lösungen haben sich über viele Jahre hervorragend bewährt.

Andere Lösungen haben wir angepasst, nachdem sich in der Praxis gezeigt hatte, dass eine alternative Technik langfristig zuverlässiger ist.

So sind wir beispielsweise von pulverbeschichteten Dachdurchführungen aus Stahl für Flachdächer auf Ausführungen aus Aluminium umgestiegen. Auch die Ausführung unserer Dachdurchführungen für geneigte Dächer wurde angepasst. Fertigungsverfahren und Materialien wurden auf Grundlage unserer praktischen Erfahrungen kontinuierlich verbessert.

Wir sind davon überzeugt, dass Produktentwicklung nicht endet, sobald ein Produkt auf den Markt kommt.

Gerade die Erfahrungen aus Tausenden Installationen ermöglichen es, ein Tageslichtsystem fortlaufend weiterzuentwickeln.

Achten Sie nicht nur auf die höchste Lichtausbeute

Ein häufiger Fehler besteht darin, lediglich einen einzelnen technischen Wert zu vergleichen.

Oft wird beispielsweise nur der Reflexionsgrad des Lichtrohrs oder ausschließlich der Durchmesser der Lichtkuppel betrachtet.

Beide Werte sind wichtig, sagen für sich allein jedoch nicht alles aus.

Die tatsächlich nutzbare Tageslichtmenge wird durch das vollständige System bestimmt.

Der Reflektor in der Kuppel, das Lichtrohr, mögliche Rohrbögen, die Deckenplatte und sogar die Art der Montage beeinflussen gemeinsam die endgültige Leistung.

Wir empfehlen deshalb, nach unabhängigen Prüfergebnissen für das komplette System zu fragen, zum Beispiel nach dem gesamten Lichtstrom in Lumen oder der Lichttransmission (LTA).

Auch die nicht sichtbaren Komponenten sind entscheidend

Viele technische Unterschiede sind auf den ersten Blick nicht erkennbar.

Eine Dämmmatte rund um die Tageslichtröhre kann beispielsweise dazu beitragen, die Dachöffnung luftdicht auszuführen und das Risiko von Kondensatbildung deutlich zu reduzieren.

Auch die Wahl der passenden Dachdurchführung spielt eine wichtige Rolle.

Ein Flachdach erfordert eine andere Lösung als ein Ziegeldach, ein Wellplattendach oder ein Dach aus Sandwichpaneelen. Details wie ein nahtloser Aluminium-Aufsetzkranz, ein bleifreier Anschluss auf Bitumenbasis oder eine Pressverbindung anstelle einer Dichtstofffuge können ebenfalls zu einer längeren Lebensdauer des Gesamtsystems beitragen.

Denken Sie auch an die Zukunft

Eine Tageslichtröhre wird in der Regel mit dem Ziel eingebaut, über Jahrzehnte hinweg zuverlässig zu funktionieren. Dennoch wird eine wichtige Frage häufig vergessen:

Sind auch in zehn oder zwanzig Jahren noch Ersatzteile erhältlich?

Eine beschädigte Kuppel, eine neue Deckenplatte oder ein späterer Umbau müssen kein Problem darstellen, sofern der Anbieter auch langfristig Ersatzteile und Serviceleistungen bereitstellen kann.

Fragen Sie daher nicht nur nach der Garantie, sondern auch nach der Verfügbarkeit einzelner Komponenten, der langfristigen Kontinuität der Marke und der Serviceorganisation hinter dem Produkt.

Garantie ist mehr als nur eine Zahl

Eine lange Garantiezeit klingt attraktiv. Die Anzahl der Jahre allein sagt jedoch nicht alles aus.

Eine Garantie besitzt erst dann einen wirklichen Wert, wenn die Organisation hinter dem Produkt auch langfristig Unterstützung leisten kann.

Achten Sie daher nicht nur auf die Garantiedauer, sondern auch auf die Erfahrung des Anbieters, die Verfügbarkeit von Ersatzteilen und darauf, ob Tageslichtsysteme tatsächlich zu den Kernaktivitäten des Unternehmens gehören.

Nachhaltigkeit gewinnt zunehmend an Bedeutung

Die Baubranche verändert sich.

Während früher vor allem Preis und Dämmwerte im Mittelpunkt standen, fragen immer mehr Auftraggeber heute auch nach den Umweltauswirkungen von Bauprodukten.

Fragen zu Product Carbon Footprints (PCF), Environmental Product Declarations (EPD), recycelten Materialien, lokaler Produktion und den Gesamtbetriebskosten beziehungsweise Total Cost of Ownership (TCO) werden immer häufiger Bestandteil von Ausschreibungen und Bauprojekten.

Wir erwarten, dass diese Entwicklung in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen wird.

Wissen vermitteln statt nur Produkte verkaufen

Bei Techcomlight sind wir davon überzeugt, dass eine gute Entscheidung mit verlässlichen Informationen beginnt.

Deshalb veröffentlichen wir in der kommenden Zeit eine Reihe technischer Fachartikel, in denen wir unter anderem folgende Themen vertiefen:

·  Warum ein Reflektor in der Lichtkuppel wichtig sein kann.

·  Die Unterschiede zwischen verschiedenen Lichtrohren.

·  Warum eine Dämmmatte helfen kann, Kondensationsprobleme zu vermeiden.

·  Der Einfluss unterschiedlicher Dachdurchführungen auf die Lebensdauer.

·  Geschweißte oder nahtlose Aluminium-Aufsetzkränze.

·  Garantie und langfristiger Service.

·  Ersatzteile und zukünftige Verfügbarkeit.

·  CO₂-Fußabdruck, Nachhaltigkeit und Total Cost of Ownership.

·  Wie sich Tageslichtsysteme objektiv miteinander vergleichen lassen.

Unser Ziel ist nicht, Ihnen vorzuschreiben, welche Marke Sie wählen sollten.

Wir möchten Ihnen vielmehr helfen, die richtigen Fragen zu stellen, damit Sie ein Tageslichtsystem auswählen, das nicht nur heute eine hohe Leistung bietet, sondern auch in zwanzig oder dreißig Jahren noch zuverlässig funktioniert.

Denn letztlich bestimmt nicht eine einzelne Komponente die Qualität einer Tageslichtröhre, sondern das Zusammenspiel aller Bauteile zu einem nachhaltigen, zuverlässigen und zukunftssicheren Tageslichtsystem.

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Nicht jede Tageslichtröhre ist gleich. Erfahren Sie, worauf es bei Lichtausbeute, Dämmung, Lebensdauer und Nachhaltigkeit wirklich ankommt.